Das Publikum trifft die Elfe Senfsamen am bewaldeten Stadtrand.
Gerade hat hier eine riesige Hochzeit stattgefunden. Nicht nur von einem, sondern von zwei
Paaren! Senfsamen erzählt beeindruckt von dem prächtigen Fest, von den fürstlich gedeckten
Tafeln und dem Feuerwerk. Vereinzelt finden sich noch Spuren der Festgäste. Hier eine
Getränkedose, dort ein Bonbonpapier.
Das Festessen ist vorbei. Die Gäste sind gegangen, die Brautleute haben sich zurückgezogen und
vermutlich paaren sich die Paare!
Senfsamen ist schockiert und irritiert. Sie ist befremdet über das menschliche Verhalten in
Liebesdingen und das verwirrliche Beziehungsgeflecht zwischen den Hochzeitspaaren
Hermia/Lysander und Helena/Demetrius. Sie spielt mit Puppen die Vorkommnisse der letzten
Tage nach und nimmt das Publikum mit auf den Irrweg durch den Wald. Sie mischt sich in die
Dialoge der Liebenden ein und versucht ihre grossen Gefühle und Leidenschaften zu begreifen.
Da sie selbst ein Waldgeist ist, kann sie sich geschlechtlich nicht zuordnen und bietet dem
Publikum eine Projektionsfläche für männliche und weibliche Facetten.
Die Stückfassung orientiert sich an Shakespeares Dialogen, greift seine bildhafte
Sprache auf und erzählt die Geschichte der Liebenden frei nach.


Aus der Puppenwerkstatt.....


Die Vor-Proben-Modelle von Helena und Demetrius


Helena, Demetrius, Hermia und Julius