Grafik: Christine Aebi

Kinder werden heute – ob wir es wollen oder nicht – via TV, Internet und Medien, schon sehr früh mit Bildern der erwachsenen Sexualität konfrontiert. Dem steht eine nach wie vor existierende, seltsam verklärte Vorstellung vom „unschuldigen Kind“ gegenüber, das es tunlichst zu beschützen gilt. Deutlich wurden diese beiden Tendenzen zuletzt auch in der Schweiz bei der Kampagne gegen den Aufklärungsunterricht in der Grundschule (2015). In diesem Zwiespalt wachsen unsere Kinder auf: Überforderung durch sexualisierte und oft auch pornografische Bilder vs. Recht auf Schutz und individuelle Entwicklung sowie Entdecken der eigenen Bedürfnisse, Sprache und Sexualität. Das Stück „DAS machen ...“ (AT) setzt an dieser Ausgangslage an. 
Angesichts der aktuellen Debatte von #metoo wird einmal mehr deutlich, wie schwer es fällt, über sexualisierte Gewalt zu sprechen. Grundlage gesellschaftlicher Diskurse über sexualisierte Gewalt ist ein Sprechen über Sexualitäten, über Begehren, über den Unterschied zwischen Sex und Gewalt, über Vorstellungen von Sexualität und Lust. Dieses Sprechen fällt niemandem in den Schoss, es ist ein Übungsfeld. Unser Stück ist ein kleiner Beitrag dazu.